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Landesverband Baden-Württemberg
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Wasser ist Menschenrecht
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Kneippverein mit neuer Spitze
Ziel: Kneippsche Gesundheitslehre weitergeben - Mehr Wassertretanlagen nah bei den Menschen/ Gretel Jöst und Heinrich Bernhard 50 Jahre dabei

Auf der Jahreshauptversammlung des Kneippvereins Weinheim und Umgebung am vergangenen Montag wurde Karin Kling einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie trat damit die Nachfolge von Matthias Hördt an, der nach sieben Jahren nicht mehr für diese Position kandidierte. Dieser begründete dies so: „Vorsitzender des Kneippvereins sollte eine Persönlichkeit sein, die sich tief in die Materie einarbeitet und dieses Wissen im Alltag an Mitmenschen weitergeben kann.“ Dies sei bei ihm definitiv nicht der Fall, da er in seinem technisch orientierten Beruf kaum dazu Gelegenheit habe. .Anders sieht das bei Karin Kling aus. Diese hat schon einige Weiterbildungen an der Kneippakademie absolviert. Zudem wendet sie dieses Wissen bei ihrer täglichen Arbeit als Tagesmutter seit Jahren erfolgreich an. Zur ihrer Stellvertreterin wurde Heide Engel einstimmig gewählt. Sie ist zertifizierte Kneipp Gesundheitstrainerin und Energie-Dance Trainerin bei der TSG Weinheim im Hector-Sport-Centrum. Gewählt wurden weiter alle einstimmig als Schatzmeisterin Monika Roth, die als Gesundheitsberaterin und Lachyogatrainerin in der Region aktiv ist, und das Amt schon sieben Jahre souverän ausfüllt, Matthias Hördt als Schriftführer und Erika Schneider als Beisitzerin.
Im Rechenschaftsbericht für das vergangene Vereinsjahr wurde an die Vorträge von Dr. Petra Sommer zum Thema Übersäuerung, und von Prof. Christel Weiß über das Leben und Wirken von Pfarrer Kneipp, und die Aktion bei den Ferienspielen des Stadtjugendrings erinnert. Zudem konnte mit Hilfe von Bürgermeister Dr. Fetzner erreicht werden, dass die Kneippanlage im Exotenwald wieder in einen benutzbaren Zustand versetzt wurde. Die Initiative am Waidsee eine Haltestange zu installieren, um dort das Wassertreten zu erleichtern, hatte bislang leider keinen Erfolg.
Kassenprüferin Barbara Ohrmundt hatte nichts zu beanstanden und nach der Aussprache beantragte sie die Entlastung des Vorstands, welche ebenfalls einstimmig erfolgte.
Karin Kling stellte in einem kurzen Vortrag das Heilkraut 2018, den Ingwer, vor. Ingwer ist „das“ Mittel gegen Reiseübelkeit und habe in den letzten Jahren in immer mehr deutschen Küchen Einzug gehalten. Besonders bei Erkältungen wirke er heilend und lindere die Symptome. Für Ingwertees könne man die Reste verwenden, welche ansonsten in der Biotonne landen.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Kneippverein wurden Gretel Joest und Heinrich Bernhard geehrt. Letztgenannter entschuldige sein Fernbleiben, weil er gerade nicht so mobil sei. Die hochbetagte Gretel Jöst erzählte bei bester geistiger und körperlicher Gesundheit über einige ihrer Erlebnisse mit dem Kneippverein. Für sie ist das tägliche Armbad fester Bestanteil des Tagesablaufs. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurde Joachim Tews geehrt.
Bereits feststehende Termine 2018:
Das Ankneippen am Sonntag, 6. Mai um 14:30 Uhr. Treffpunkt ist auf der Wiese vor dem Schloßparkrestaurant. Vorher ist dort bereits um 13:30 Uhr eine Aktion von Monika Roth zum Weltlachtag. Am "Kneipp-Gedenktag", dem 17. Mai, wird ein Spaziergang zur Kneippanlage im Exotenwald angeboten. Mehr Infos gibt es rechtzeitig in der Presse. Abkneippen soll am Samstag, 6. Oktober um 14 Uhr sein.
Einen Vortrag über Hildegard von Bingen hält Prof. Christel Weiß am Donnerstag, 21. Juni um 18 Uhr. Ein Workshop "Die Rosskastanie - nicht nur eine Heilpflanze" ist am Freitag, dem 5. Oktober. Beides „Beim Alex“.
Zudem erwartet der Verein mit Spannung die Ergebnisse zum Gestaltungswettbewerb „Am Anger“ im geplanten Wohngebiet Allmendäcker. Heide Engel und Karin Kling haben einen sehr schönen Entwurf gestaltet und bei der Stadtverwaltung eingereicht. Der größte Wunsch ist dort eine Kneippanlage zu haben, damit die Kneipp´sche Gesundheitslehre an die Mitmenschen weitergegeben werden könne. „Mehr Wassertretanlagen nah bei den Menschen wären da sehr hilfreich“, meint Heide Engel. Die Bevölkerung könne so diese dann leichter in ihre Alltagsgeschäfte einbinden kann.